Amnesty International Menschenrechtsverletzungen an Frauen (Berlin)

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Menschenrechtsverletzungen an Frauen (Berlin)

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Vergangene Aktionen:

Vom Schatten ins Rampenlicht: Schwarze Frauen in Deutschland

Lesung aus May Ayims Werk und Podiumsdiskussion mit Frauen aus der Community

1/3 der welt vereinigt sich gegen die anderen 2/3 im rhythmus von rassismus sexismus und antisemitismus wollen sie uns isolieren unsere geschichte ausradieren
oder bis zur unkenntlichkeit
mystifizieren
es ist ein blues in Schwarzweiß es ist ein blues
doch wir wissen bescheid wir wissen bescheid
1/3 der menschheit feiert in weiß
2/3 der menschheit macht nicht mit

Mit ruhiger, beinahe leiser Stimme trägt die Autorin und Spoken-Word-Künstlerin Chantal Sandjon die bewegenden Zeilen der Pädagogin, Aktivistin und Poetin May Ayim vor und lässt sie dadurch noch eindringlicher auf das Publikum wirken. Dieses hat sich im Rahmen von 48 h Neukölln in der WerkStadt eingefunden, um nach einem lyrischen Blick auf das Leben Schwarzer Frauen in Deutschland zu hören, was drei Vertreterinnen der Community zu sagen haben. ShaNon Bobinger moderiert zwischen den drei Gästinnen und dem Publikum. Erfahrt mehr über die starken Frauen und ihre Organisationen.

„Man darf sich nicht nur wünschen, dass etwas aufhört, man muss dafür kämpfen.“

Jasmin Eding ist Mitbegründerin des ADEFRA e. V. Schwarze Frauen in Deutschland. Der Verein ist ein kulturpolitisches Forum von und für Schwarze Frauen, das sich vor allem gegen Rassismus und Sexismus einsetzt. Ganz nach Jasmins Lebenseinstellung, dass man aktiv kämpfen soll, um Missstände zu ändern, setzen sich die von Rassismus betroffenen Mitgliederinnen dafür ein, die schwarz-deutsche Geschichte aufzuarbeiten.

Diese Initiative geht auf die amerikanische Schriftstellerin und Aktivistin Audre Lorde zurück, die bei einem Deutschlandbesuch ungläubig feststellen musste, dass sich die Schwarzen Frauen hierzulande nicht organisierten und sich einfach fremdbestimmen und fremdbezeichnen ließen. Seitdem ist ADEFRA ein wichtiger Motor des Empowerments Schwarzer Frauen in Deutschland. Die wichtige Arbeit des Vereins und anderer Antirassismusbewegungen bringe laut Jasmin jedoch gar nichts, solange sich die weiße Mehrheitsgesellschaft nicht mit ihren eigenen Rassismusstrukturen auseinandersetze. Das Stichwort lautet Critical Whiteness: Die kritische Weißseinsforschung macht Weiße darauf aufmerksam, dass sie nicht einfach „Menschen“ sind, sondern weiße Menschen. Sie sind demnach nicht ausgenommen von der gesellschaftlichen Bestimmung durch ethnische Merkmale. Dies verschafft ihnen eine Sonderrolle. Das zu leugnen, hieße, gerade jene rassistischen Hierarchien fortzuschreiben, die sie für überholt halten. Ein Schlüssel zur Critical Whiteness ist für Jasmin das Schulsystem. Deswegen fordert sie Lehrplanänderungen, nach der im Geschichtsunterricht die „ganze Geschichte“ zu lehren sei. Sie plädiert mit Blick auf alltägliche Rassismusstrukturen außerdem für mehr Schwarze LehrerInnen an deutschen Schulen sowie für die Anerkennung von Zeugnissen und Diplomen, die immigrierte Schwarze oft haben, aber in Deutschland nicht anerkennt bekommen.

„Start working on your ignorance, then we can discuss.“

Jennifer Kamau gründete 2012 zusammen mit anderen Aktivistinnen den International Women Space in der ehemaligen Gehart-Hauptmann-Schule in Berlin, die von Geflüchteten und AktivistInnen besetzt wurde. Der damalige Aktionismus war sehr männlich geprägt, doch die Frauen hatten ihre ganz eigenen Probleme und brauchten einen geschützten Raum, an dem sie sich austauschen konnten. Besonders die Residenzpflicht und das Gutscheinsystem sowie die Gewalt an Frauen in Flüchtlingsheimen waren damalige große Themen. Obwohl es den AktivistInnen gelang, dass die Residenzpflicht und das Gutscheinsystem abgeschafft wurden, stehen aktuelle Flüchtlinge wieder vor genau denselben Problemen. Dabei sieht Jennifer das deutsche System nicht als Hilfe, sondern als Blockade: Wenn Teile der Bevölkerung Geflüchteten vorwerfen, sie wollten nicht arbeiten, kommt dieser falsche Eindruck daher, dass sie gar nicht legal arbeiten dürfen. Auch die vielen Hürden beim Asylantrag verdeutlichen laut Jennifer den Unwillen des Systems, überhaupt Leute aufzunehmen. Jennifer ist es wichtig, dass weiße Deutsche ihr Denken ändern. Die Entscheidung, aus einem Land zu emigrieren sei immer eine politische, was bedeute, dass Flüchtlinge keine Opfer seien. Außerdem sollten Weiße nicht nur ihre Privilegien reflektieren, sondern sich vor Augen führen, dass auch Kolonialisten nichts anderes als Migranten waren. Stattdessen spüre sie aber den großen Rechtsruck im Land, der die Situation für Geflüchtete schwieriger mache als 2012. Das einzige Mittel dagegen sei laut Jennifer, sehr politisch aktiv zu sein.

„Die rassistische Fremdbezeichnung muss verschwinden.“

Tayo Awosusi ist Afro-Sintezza und setzt sich bei der feministischen Gruppe IniRromnja für die Rechte der Sinti und Roma ein. Dabei hat sich der Schwerpunkt der Gruppen-Arbeit seit der Gründung weg von der Konsens- und Identitätsbildung hin zur Selbstdefinition durch Sprache und Begrifflichkeiten verändert. Als Afro-Sintezza hat Tayo zwei Blickwinkel, mit denen sie auf Alltagsrassismus in Deutschland blicken kann und bemerkt dabei einen großen Unterschied: Während sich die Schwarze Community sehr stark für ihre Identität einsetzt, verheimlichen viele Sinti und Roma ihre Identität am Arbeitsplatz und in der Schule, um rassistischen Strukturen zu entgehen.

Tayo sieht es deshalb als große und wichtige Aufgabe, auch den Sinti und Roma das Empowerment zu geben, das sich Schwarze Menschen bereits genommen haben. Ihr wichtigstes Anliegen: dass die rassistische Fremdbezeichnung „Zigeuner“ nicht nur klar als solche erkennbar sein soll – so wie jedem bewusst sein sollte, dass das N-Wort ein rassistischer Begriff ist –, sondern dass diese Bezeichnung überhaupt nicht mehr im öffentlichen Raum – zum Beispiel auf Speisekarten – existiert.

Da es wichtig ist, dass sich die verschiedenen Bewegungen untereinander vernetzen, hat es uns sehr gefreut, die drei Vertreterinnen in der WerkStadt begrüßen zu dürfen. Die Veranstaltung wurde von Amnesty Deutschland, der Initiative Schwarzen Menschen in Deutschland e. V. sowie ADEFRA roots organisiert.

„Nimm Rassismus persönlich“

Wenn ihr euch selbst mit Critical Whiteness befassen wollt, schaut euch doch mal die Amnesty-Kampagne "Gegen Rassismus in Deutschland" an: https://www.amnesty.de/kampagne-gegen-rassismus-deutschland


Filmvorführung "Whistleblower"

Film zu Zwangsprostitution und Menschenhandel

Am Montag, 28.04.2014 um 19 Uhr zeigten wir im Moviemento Kino in Kreuzberg den Film "Whistleblower - in gefährlicher Mission" mit der Oscar-Preisträgerin Rachel Weisz.

Im Anschluss diskutierten wir mit der Expertin für Zwangsprostitutiton und Menschenhandel und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes Inge Bell.

Danke für Euren Besuch!


Filmvorführung "The Cut"

Film zu weiblicher Genitalverstümmlung

Am Montag, 07.04.2014 um 19 Uhr zeigten wir im Moviemento Kino in Kreuzberg den Film "The Cut" zu weiblicher Genitalverstümmlung.

Danke für Euren Besuch!

Gestaltung des Flyers: Dorothee Zombronner

Mahnwache für Frauenrechte in Indien

Am 16.12.2012, wurde eine junge Frau in Delhi von mehreren Männern vergewaltigt.

In einem öffentlichen Bus.
Sie starb an den Folgen.

Bis heute ist sexuelle Gewalt an Frauen in Indien an der Tagesordnung.

am 16.12.2013 veranstalteten wir eine Mahnwache vor der Indischen Botschaft.


Danke für Eure Unterstützung!

Gestaltung des Flyers: Dorothee Zombronner









Menschenrechte sind (k)ein Glücksspiel!

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Danke für die tolle Unterstützung aller Teilnehmer_innen am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25.11.2013 vorm Brandenburger Tor. Gemeinsam drehten wir das Frauenrechts-Glücksrad! und informierten über Frauenrechtsverletzungen weltweit. Bei unsere Kick off-Veranstaltung zur "My body, my rights" Kampagne sammelten wir über 160 Unterschriften.

Illustration: Dorothee Zombronner






Meike Droste las "Soldaten und Prostitution"

Sklaverei

Am 14.06.13 las Meike Droste für uns aus dem Buch "Sklaverei" von Lydia Cacho im Rahmen von 48 Stunden Neukölln.

Wir diskutieren mit den Expertinnen zu Frauenhandel Inge Bell (Publizistin, Trägerin des Bundesverdienstkreuz und "Frau Europas 2007") und Mabel Mariotti (von der Hilfsorganisation für Oper von Menschenhandel Solwodi).

Wir danken herzlich allen Mitwirkenden und unseren über 60 Gästen!











Aktion zum Internationalen Frauentag

Ein starker Waffenkontrollvertrag - auch wichtig für Frauen

Vielen Dank an alle Beteiligten für die Unterstützung unserer Aktion auf dem Pariser Platz, vor dem Brandenburger Tor am 08.03. von 15.30 - 17.30 Uhr! Mit einer Waffenskulptur und Streetperformance machten wir aufmerksam auf sexualisierte Gewalt unter Einsatz von Waffen an Frauen in der DR Kongo. Die verbreitete Gewalt zeigt, wie wichtig die Unterzeichnung des internationalen Waffenkontrollvertrages ist. Und für alle, die noch nicht unterschrieben haben: Hier geht's zur Online-Petition an Barack Obama. Nur, wenn die USA - der größte Waffenexporteur der Welt - an Bord sind, kann ein starker internationaler Waffenkontrollvertrag zustande kommen.


Weibliche Genitalverstümmlung

FGM

Podiumsveranstaltung mit Diskussion

Weibliche Genitalverstümmlung - ein kulturellen, gesundheitlichen und menschenrechtlichen Betrachtung. Wir luden ein ins Nachbarschaftshaus Friedenau am Montag, 04. Februar 2013 um 19.30 Uhr - vielen Dank an unsere Expert_innen auf dem Podium und an unsere Gäste!















Kairo 678: Filmabend im Moviemento

Kairo 678

Filmvorführung & Diskussion

am 19. November um 19:30 Uhr zeigten wir den Film Kairo 678 im Moviemento Kreuzberg. Ruth Jüttner, Amnesty International, und Hoda Salah, Menschenrechtsaktivistin leiteten die anschließende Publikumsdiskussion.











Verkauft, versklavt, zum Sex gezwungen

Frauenhandel

Filmvorführung & Podiumsdiskussion

Anlässlich des Europäischen Tags gegen Menschenhandel luden wir gemeinsam mit den Frauen Europas und in Kooperation mit der Europäischen Bewegung Deutschland zur Filmvorführung mit Podiumsdiskussion zu Frauenhandel in der EU ein.

Herzlichen Dank an alle Gäste und natürlich an Inge Bell, Sr. Mabel Mariotti und Prof. Dr. Joachim Renzikowski.







ÄGYPTEN - Frauenrechte schützen! Der arabische Frühling darf nicht verblühen!

Unterzeichne die Online-Petition an den zukünftigen Premierminister von Ägypten.

Zum Internationalen Frauentag 2012 veranstalteten wir eine Aktion auf dem Pariser Platz unter dem Motto "Der arabische Frühling darf nicht verblühen. Frauenrechte sind nicht verhandelbar!" Katja Riemann und Markus Kavka verlasen Fälle ägyptischer Frauen. Danke an alle, die uns unterstützt haben und gekommen sind.


Kongo Plakat

DR KONGO - Massenvergewaltigung in Walilake, Ostkongo

Eine vier Tage anhaltende Massenvergewaltigung von rund 300 Frauen, Mädchen, Männern und Jungen jeden Alters wurde angeordnet und planvoll durchgeführt. Hilf mit einem Brief!

Am 28.11.2011, 18.30 Uhr zeigten wir den Film "Im Schatten des Bösen" mit anschließender Podiumsdiskussion im Afrika-Haus in Moabit.

Als Referenten waren dabei:
Andrea Riethmüller, Kogruppe DR Kongo von ai
Dr. Ilona Auer-Frege, Ökumenisches Netz Zentralafrika
Dr. Anja Junker, Ärzte ohne Grenzen
Tinko Weibezahl, Auslandsbüroleiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in der DR Kongo


Afghanistan Plakat

AFGHANISTAN - Frauenrechte nicht wegverhandeln

Am 5. Dezember 2011 fand nach zehn Jahren wieder eine internationale Afghanistan-Konferenz in Bonn statt. Thema war u.a. der Friedensprozess mit den Taliban. Mit einer Postkarte und einer Online-Petition richten wir unsere Forderungen an den Afghanistan-Beauftragten der Bundesregierung. Hier gibt's alle Infos!

Am 18. November 2011 um 20 Uhr luden wir zum Filmabend mit Podiumsdiskussion zum Thema "Frauenrechte in Afghanistan" ins Café Hilde in der Metzer Straße ein. Als Referentinnen waren Maja Liebing (Fachreferentin Asien von amnesty international) und Bente Scheller (Fachreferentin der Heinrich Böll Stiftung) dabei.









NICARAGUA - Sexuelle Gewalt gegen Mädchen!

Gewalt in der Familie und sexueller Missbrauch von Frauen und Mädchen sind in Nicaragua immer noch Tabuthemen. Es gibt kein Gesetz, das körperliche Züchtigung verbietet; das Familienleben gilt als Privatsache. Alle Infos zu der Aktion hier.

Am 17. September 2011 organisierte unsere Gruppe einen Smartmob auf dem Pariser Platz, um auf sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Frauen in Nicaragua aufmerksam zu machen. Hier geht's zum Video.

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