Amnesty International Menschenrechtsverletzungen an Frauen (Berlin)

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Menschenrechtsverletzungen an Frauen (Berlin)

13.04.2015

Nachlese zu den Aktionen

am 25. November und 8. März

Mit Kerzen und Stiften für Gerechtigkeit kämpfen

Zwei Tage im Jahr sind für die Menschenrechtsarbeit unserer Gruppe von besonderer Bedeutung: Das ist zum einen der 8. März, der Internationale Frauentag, und zum anderen der 25. November, der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Beide Termine nehmen wir jedes Jahr aufs Neue zum Anlass, um über Menschenrechtsverletzungen an Mädchen und Frauen aufzuklären, um Unterschriften für die Abschaffung von Unrecht zu sammeln und um den Betroffenen unsere Solidarität auszudrücken.

25.11.2014: Smartmob am Brandenburger Tor

Am 25. November 2014 veranstalteten wir Smartmobs am Brandenburger Tor. Die Smartmobber liefen mit Teelichtern in der Hand zu einem mit Kreide auf den Boden gezeichneten Venussymbol und schmückten es mit den Kerzen. Viele Passanten hielten davor an, kamen mit uns ins Gespräch und unterschrieben unsere Petitionen.

In El Salvador kann Dich eine Fehlgeburt ins Gefängnis bringen

Im Zentrum stand die Petition zur Abschaffung des strikten Abtreibungsverbots in El Salvador. Das Gesetz gibt vor, ungeborenes Leben schützen zu wollen - das Gegenteil erreichte es. So führte es beispielsweise dazu, dass viele Frauen bei Beschwerden während der Schwangerschaft keine ärztliche Hilfe aufsuchen aus Angst, ihnen könnte ein versuchter Schwangerschaftsabbruch unterstellt werden. Damit gefährden sie ihre eigene Gesundheit und die des Kindes. Doch ihre Angst ist real: Es gibt fast 20 bekannte Fälle, bei denen davon auszugehen ist, dass Frauen aufgrund von Fehlgeburten wegen Mordes zu mehreren Jahrzehnten Gefängnis verurteilt worden sind. Für ihre Begnadigung setzen sich nationale AktivistInnen mit Unterstützung von Amnesty International im Rahmen der Kampagne "My Body, My Rights" ein.

08.03.2015: Postkarten gestalten im Kino

Auch am 8. März 2015 widmeten wir uns dem gesetzten Ziel, dieses grausame Gesetz abzuschaffen. Neben der Petition an die Regierung El Salvadors hatten wir auch das AI-Manifest zu sexuellen und reproduktiven Menschenrechten dabei. Unseren Stand bauten wir im Kino in der Kulturbrauerei auf, wo anlässlich des Internationalen Frauentags der Film "Das Mädchen Hirut" als Preview gezeigt wurde in Anwesenheit der AI-Generalsekretärin Selmin Çalışkan und Vertretern der Organisation Terre des Femmes.

"Das Mädchen Hirut"

In ein paar Berliner Kinos läuft der Film noch! Wir können ihn wärmstens empfehlen. Der Film basiert auf wahren Begebenheiten und erzählt von dem harten Kampf eines mutigen Mädchens und einer starken Anwältin für das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper.

Eine besondere Idee unserer Gruppe war es, den Kinobesuchern die Möglichkeit zu bieten, ihre ganz persönlichen Solidaritätsbekundungen an die Frauen in El Salvador zu schicken. Dazu hatten wir Postkarten, Stempel und Stifte dabei sowie ein paar Sätze auf Spanisch vorbereitet. Die Aktion kam sehr gut an und wir können nun jede Menge aufmunternder Post an eine Menschenrechtsorganisation vor Ort senden.

Herzlichen Dank an alle, die uns bei diesen Veranstaltungen besucht und unterstützt haben!

Du konntest bei unseren Aktionen leider nicht dabei sein?

Dann unterzeichne die Petitionen jetzt online, schicke einen "Brief gegen das Vergessen" an einen Menschen, der zu Unrecht in Haft sitzt und belohne Dich danach mit einem Kinobesuch des Films "Das Mädchen Hirut"! Gute Idee, oder? Du musst dazu nur den Links (grau hinterlegte Wörter) folgen.


12.04.2015

Aktionsaufruf:

Dein Gesicht für WOZA!

Zeige Dein Gesicht für die Menschenrechte! Unterstütze gemeinsam mit uns die Arbeit von WOZA

WOZA steht für "Women (and Men) of Zimbabwe Arise", gleichzeitig bedeutet das Wort aber auch "Komme vorwärts" in der Sprache Ndebele. Die Organisation wendet sich mit friedlichen Mitteln gegen repressive Gesetze sowie Menschenrechtsverletzungen in Simbabwe und setzt sich insbesondere für die Rechte von Frauen ein.

Die größte Bürgerbewegung Simbabwes

Mittlerweile ist die Organisation erheblich gewachsen und mit 60.000 Mitgliedern die größte zivilgesellschaftliche Bewegung des Landes. Im Jahr 2008 gewann WOZA den Amnesty-Menschenrechtspreis. Trotz dieser Erfolge riskieren die Mitglieder der Gruppe für ihre Arbeit noch immer Gefängnisstrafen und politische Repressionen. Das führt dazu, dass WOZA mehr und mehr im Untergrund arbeiten muss.

Unterstützung und Solidarität

Unsere MaF-Gruppe unterstützt die Arbeit von WOZA und wir solidarisieren uns mit den Mitgliedern. 2012 und 2013 hielten wir an jedem 14. des Monats eine stumme Mahnwache vor der Botschaft von Simbabwe in Berlin ab, weil schwarze und weiße Frauen von WOZA genau an diesem Tag im Jahr 2003 zum ersten Mal demonstrierten.

Unsere neue Aktion

Im Sommer 2014 haben wir die Aktion „Dein Gesicht für WOZA“ gestartet. Wir senden unsere Fotos und Botschaften an die AktivistInnen per E-Mail. Darüber hinaus eröffnen wir in Kürze eine Online-Galerie auf unserer Homepage, auf der wir alle Beiträge posten werden, um WOZA einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen.




Setze auch Du ein Zeichen und schreibe Deine Botschaft an die AktivistInnen von WOZA auf ein Papier, fotografiere Dich mit Deiner Botschaft und sende uns das Foto an info@amnesty-maf-berlin.de, Betreff "Mein Gesicht für WOZA". - So kannst auch Du Teil unserer Online-Galerie werden!

Offizielle Homepage von WOZA:
http://wozazimbabwe.org/

Aktuelle Petitionen und Kampagnen

Mexiko - Menschenrechtlerin bedroht
Fordern Sie den mexikanischen Innenminister auf, die Sicherheit der mexikanischen Menschenrechtlerin Silvia Pérez Yescas zu sichern! Schicken Sie mit zwei Klicks eine E-Mail-Text und setzen Sie sich für die mutige Menschenrechtlerin ein. Mexiko: Menschenrechtlerin bedroht!

LGBTI in Afrika - Liebe ist kein Verbrechen!
In 38 afrikanischen Ländern stehen gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen bzw. Beziehungen unter Strafe. In Mauretanien, Sudan, Nordnigeria und Südsomalia droht Homosexuellen sogar die Todesstrafe. Setzen Sie sich ein, damit sich das ändert! Unterschreiben Sie unsere Petitionen zu LGBTI-Rechten in Afrika, denn Liebe ist kein Verbrechen!


Weitere Informationen über aktuelle Aktionen findest Du auch bei der MaF-Themengruppe.